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Die obere Hand ist besser als die untere Hand

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07 nën 2025

BismiLahirrahmanirrahim

Aller Lob, alle Gottesdienste und aller Preis gebührt Allah allein, während der Frieden und der Segen Allahs auf unserem Vorbild Muhammad Mustafa seien, seiner Familie, seinen Gefährten und all jenen, die seinem Weg bis zum Tage des Gerichts folgen. Möge Allah uns von ihnen machen. Amen!

Liebe Geschwister, das Thema, an das ich zuerst mich erinnern möchte und dann InshaAllah auch euch, ist folgendes: Die obere Hand ist besser als die untere Hand.

Liebe Brüder und geehrte Schwestern, unter den grössten Werten, die der Islam dem Menschen verliehen hat, steht seine Würde – als Mensch, als Gläubiger und als Mitglied der Gesellschaft.

Die Würde des Muslims wird nicht durch seinen Besitz oder seine gesellschaftliche Stellung gemessen, sondern durch seine Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und Reinheit des Herzens und der Hand.

Zu den wichtigsten Aspekten der Würde gehört auch die finanzielle Ehre, mit der wir sehr sorgfältig umgehen müssen. Der Islam lehrt uns, dass Reichtum eine Prüfung ist kein Lebensziel. Er ist schön und wünschenswert, kann aber zugleich zur Quelle geistigen Verderbens werden, wenn man ihn aus Gier oder auf unehrliche Weise erlangt.

Daher besteht die finanzielle Würde des Muslims darin, wie er seinen Besitz erwirbt und wie er ihn verwendet. Das ist ein Ausdruck seines Anstands, seines Stolzes und ein Teil seines Glaubens.

Überliefert von Ḥakīm ibn Ḥizām (möge Allah mit ihm zufrieden sein), der sagte:

عَنْ حَكِيمِ بْنِ حِزَامٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ، قَالَ: سَأَلْتُ النَّبِيَّ ﷺ فَأَعْطَانِي، ثُمَّ سَأَلْتُهُ فَأَعْطَانِي، ثُمَّ سَأَلْتُهُ فَأَعْطَانِي، ثُمَّ قَالَ: “إِنَّ هَذَا الْمَالَ خَضِرَةٌ حُلْوَةٌ، فَمَنْ أَخَذَهُ بِطِيبِ نَفْسٍ بُورِكَ لَهُ فِيهِ، وَمَنْ أَخَذَهُ بِإِشْرَافِ نَفْسٍ لَمْ يُبَارَكْ لَهُ فِيهِ، وَكَانَ كَالَّذِي يَأْكُلُ وَلَا يَشْبَعُ، وَالْيَدُ الْعُلْيَا خَيْرٌ مِنَ الْيَدِ السُّفْلَى. قَالَ حَكِيمٌ: فَقُلْتُ: يَا رَسُولَ اللَّه، وَالَّذِي بَعَثَكَ بِالْحَقِّ، لَا أَرْزَأُ أَحَدًا بَعْدَكَ شَيْئًا حَتَّى أُفَارِقَ الدُّنْيَا

Ich bat den Propheten um etwas, und er gab es mir. Dann bat ich ihn erneut, und er gab es mir wieder. Ich bat ihn ein drittes Mal, und er gab es mir erneut. Schliesslich sagte der Prophet: „Wahrlich, dieses Gut ist grün und süss. Wer es mit ruhigem Herzen (ohne Gier) nimmt, dem wird es gesegnet sein. Wer es jedoch mit Gier nimmt, dem wird kein Segen darin liegen. Er wird sein wie einer, der isst, aber niemals satt wird. Die obere Hand ist besser als die untere Hand.“ Ḥakīm sagte darauf: „O Gesandter Allahs, bei Dem, Der dich mit der Wahrheit gesandt hat nach dir werde ich von niemandem mehr etwas annehmen, bis ich sterbe.“ (Überliefert bei Muslim)

Dieser Hadith ist ein Schatz islamischer Lebensethik. Der Prophet beschreibt den Reichtum als „grün und süss“ – also als etwas, das das Auge erfreut und das Herz verlockt. Doch diese Schönheit ist nur eine Prüfung: Wer den Reichtum mit Würde und Zufriedenheit annimmt, dem schenkt Allah darin Segen. Wer ihn mit Gier erlangt, dem wird der Segen entzogen.

Segen liegt nicht in der Menge des Besitzes, sondern im Segen selbst, den Allah hineingelegt hat. Ein Stück erlaubtes (halal) Brot, das mit reinem Herzen verdient wurde, ist wertvoller als tausend, die mit Ungerechtigkeit erlangt wurden.

Mit erlaubten Mitteln zu verdienen, die Hand nicht ohne Notwendigkeit auszustrecken und nicht begehrlich auf den Besitz anderer zu schauen – das ist der Weg der Ehre und geistigen Unabhängigkeit.

Nach dieser Lehre schwor Ḥakīm ibn Ḥizām, dass er niemals mehr etwas von jemandem annehmen würde – weder Geschenk noch Hilfe – bis zu seinem Tod. Und er hielt dieses Versprechen.
Er erkannte: Die wahre Würde des Gläubigen besteht darin, nicht von den Menschen, sondern von Allah abhängig zu sein.

So, liebe Brüder und Schwestern im Glauben, der edle Muslim erniedrigt sich nicht um des Reichtums willen, er betrügt und täuscht nicht, und er sucht nicht aus Habgier. Er arbeitet, bemüht sich, gibt – und wenn er nimmt, dann mit Würde und Dankbarkeit.

Möge Allah, der Erhabene, uns, unsere Kinder und alle Gläubigen segnen, uns mit erlaubtem, reinem und ehrlichem Besitz versorgen, und uns Ehre und Stolz in unserem Lebensunterhalt schenken. Āmīn.

Imam: Aziri Azir

Islamisches Kulturzentrum IKRE Thun

[Übersetzt von: nachhilfelehrer-plus.ch]

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